Lokales…
das Ruhrgebiet, in diesem Jahr belegt mit den Schlagworten Weltkulturerbe / Industrieroute usw., irgendwie kann ich es nicht mehr hören,…. hm, als echtes Ruhrgebiets-Kind möchte ich heute mal die anderen weniger bekannten Seiten zeigen. Gemeinhin denken die Meisten bei dem Begriff “Ruhrpott” an rauchende Schlote, Zechen und Stahlindustrie, nur diese Zeiten sind ziemlich lange vorbei …schade eigentlich, dass gerade jetzt, bei der historischen Rückbesinnung so wenig über die vorindustriellen Begebenheiten, ja, die Frühgeschichte publiziert wird. Es finden sich hier durchaus germanische und römische Spuren, die waren auch schon da.
Nun, machen wir einen Zeitensprung, markanter und heute noch sichtbar sind die zahlreichen Burgen und Herrenhäuser der Region. Es gibt ca. 400! davon rundherum, damit ist das Ruhrgebiet eine der burgenreichsten Gegenden…wie es dazu kommt? Nun nicht nur heute haben die einzelnen Ruhrgebiets Städte Probleme sich zusammen zu tun, sie befinden sich in guter Gesellschaft mit unseren Vorfahren. Bedingt durch verschiedene historische Faktoren gab es besonders viele regionale „Herrschaften“, die sich mit dem Bau eines entsprechenden Hauses ein „Denkmal“ gesetzt haben….allein in einem Umkreis von ca. 2km um meinen unmittelbaren Wohnort befinden sich vier befestigte Häuser, aber die stell ich ein anderes mal vor.
Gestern, das noch milde Herbstwetter ausnutzend, stand der Besuch bei Haus Kemnade an. Ein Spaziergang rund um die schöne Aussenanlage, mit einem Abstecher in das Bauernmuseum, mit seinem Bienenlehrstand (erst im Frühjahr wieder geöffnet) und Informationen rund um die Imkerei, sind zu empfehlen.

Danach schon auf dem nach Hause Weg noch eine kurze Stippvisite zur Burg Blankenstein, die (mal wieder) nur 2 km entfernt malerisch oberhalb des Ruhrtales liegt und einen wunderbaren Rundumblick bietet.

…und hier noch was zum “was könnte es bedeuten überlegen”…*grübel
