Gedanken

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Er ist immer da…

wie ein roter Faden zieht es sich durch mein ganzes Leben, dieser Schmerz in mir, ein Blick in das Blau des Himmels, eine Vollmondnacht, friedliche Landschaften und wildes Meer

…sofort ist sie da, diese Sehnsucht in mir. Nichts kann sie stillen, diesen Wunsch nach, ja, wonach eigentlich?

Ich denke manchmal, es ist ein vages Gefühl, eine Erinnerung an ein großes Ganzes und der Wunsch wieder eins zu werden mit allem was uns umgibt… nicht mehr abgeschnitten, wieder vollständig sein…

auch wenn es anders geplant war ein paar Tage am Meer tun mir ja immer gut. Ich war das erstemal ganz ohne Anhang da, sowas hatte ich mir früher immer mal gewünscht. Es war ungewohnt die Tage unabhängig planen zu können..aber es war nicht schlecht…hier ein paar Impressionen
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Nun ja, endlich ein wenig Muße….

die letzten Wochen waren anstrengend, dazu dieser für unsere Breiten doch ungewöhnlich frühe Wintereinbruch…alles wird dadurch etwas schwieriger….auch das Privatleben…wenn man so wie ich eine Fernbeziehung führt, dann macht das Wetter einem oft einen Strich durch die Rechnung…egal

der Vor-Feiertagsstress ist vorbei, jetzt kommt der gemütliche Teil…dann ein paar Tage Urlaub an meiner „geliebten“ Nordsee…so läßt sich doch ein neues Jahr sanft beginnen

 

mir bleibt nur noch allen angenehme Feiertage zu wünschen, kommt gut ins neue Jahr,…

Stippvisite nach „Japan“

nein,… ich habe keinen Billigflug ergattert, auch kein Manga gelesen oder J-rock gehört, D’ESPAIRSRAY mag ich :o )…nein, nein nichts dergleichen. Das Wetter war so schön also auf nach Bochum (!) zum japanischen Garten. Das habe ich schon seit Ewigkeiten vorgehabt. Der botanische Garten an der Uni war schnell gefunden, hm.., das letzte Mal war ich wahrscheinlich vor gut 25 Jahren da ;o),  aber dann fehlten doch deutlich die Hinweise für Ortsunkundige. In konzentrischen Kreisen durch den Park und vielem Nachfragen, endlich da war er!!

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Eigentlich möchte ich gar nicht mehr viel dazu schreiben, sondern lass lieber die Bilder für sich sprechen. Ich denke das ist auch das Wesen dieses Gartens, die Atmosphäre, die Durch -und Einblicke wirken für sich alleine und genau das ist ja auch so gewollt.

Ein bisschen Hintergrundwissen gibt es noch, diese Art Gärten symbolisieren das “Paradies”, die Welt der Glückseligen, die mit sich und der Welt im Reinen sind. Schön ist die „Wundersame Geschichte vom Pfirsichblütenquell“ des Dichters Tao Yuan Ming (365-426)

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…von Gänsen, Schlamm und Freunden…

was die Begriffe miteinander zu tun haben?

Am Wochenende war ein privates Lagertreffen auf Gut Schiff, die Gänse haben uns ein Stück ihrer Wiese überlassen, wahrscheinlich nur, um uns, diese merkwürdigen Individuen, neugierig zu umkreisen. Naja, Mensch ist ja großzügig ob dieser Zaungäste, sie wissen ja nicht, das ihr Lebenszeit rapide abläuft, St. Martin und Weihnachten sind nah. Bis dahin allerdings scheinen sie auch durchaus Vergnügen an dem Matsch auf der Wiese zu haben, obwohl sie in der Strunde reichlich sauberes Wasser hätten. Ich, als Stadtkind, habe immer gedacht Schweine mögen Schlamm..falsch! Gänse und „Kelten-Darsteller“ auch. :o )

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Jedenfalls hat sich trotz des widrigen Wetters niemand die Laune verderben lassen und es war einfach nur schön, nach Monaten alle die lieben Menschen wiederzusehen…auch wenn sie alle ein bisschen so aussahen wie die Gänse (s.o.)

:o ))

 Lokales…

das Ruhrgebiet, in diesem Jahr belegt mit den Schlagworten Weltkulturerbe / Industrieroute usw., irgendwie kann ich es nicht mehr hören,…. hm, als echtes Ruhrgebiets-Kind möchte ich heute mal die anderen weniger bekannten Seiten zeigen. Gemeinhin denken die Meisten bei dem Begriff “Ruhrpott” an rauchende Schlote, Zechen und Stahlindustrie, nur diese Zeiten sind ziemlich lange vorbei …schade eigentlich, dass gerade jetzt, bei der historischen Rückbesinnung so wenig über die vorindustriellen Begebenheiten, ja, die Frühgeschichte publiziert wird. Es finden sich hier durchaus germanische und römische Spuren,  die waren auch schon da.

Nun, machen wir einen Zeitensprung, markanter und heute noch sichtbar sind die zahlreichen Burgen und Herrenhäuser der Region. Es gibt ca. 400! davon rundherum, damit ist das Ruhrgebiet eine der burgenreichsten Gegenden…wie es dazu kommt? Nun nicht nur heute haben die einzelnen Ruhrgebiets Städte Probleme sich zusammen zu tun, sie befinden sich in guter Gesellschaft mit unseren Vorfahren. Bedingt durch verschiedene historische Faktoren gab es besonders viele regionale „Herrschaften“, die sich mit dem Bau eines entsprechenden Hauses ein „Denkmal“ gesetzt haben….allein in einem Umkreis von ca. 2km um meinen unmittelbaren Wohnort befinden sich vier befestigte Häuser, aber die stell ich ein anderes mal vor.

Gestern, das noch milde Herbstwetter ausnutzend, stand der Besuch bei Haus Kemnade  an. Ein Spaziergang rund um die schöne Aussenanlage, mit einem Abstecher in das Bauernmuseum, mit seinem Bienenlehrstand (erst im Frühjahr wieder geöffnet) und Informationen rund um die Imkerei, sind zu empfehlen.

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Danach schon auf dem nach Hause Weg noch eine kurze Stippvisite zur Burg Blankenstein, die (mal wieder) nur 2 km entfernt malerisch oberhalb des Ruhrtales liegt und einen wunderbaren Rundumblick bietet.

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…und hier noch was zum “was könnte es bedeuten überlegen”…*grübel

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 Schattenseiten

Am Samstagabend passte endlich der Termin, deshalb stand eine Stadtführung der anderen Art auf dem Programm…Titel derselben, (Un)heimliche Geschichten aus Gießen, von Kröten, Kerkern und Kuppelei…

Die Führerin war Frau Dr. Jutta Failing, die kompetent und humorvoll die dunkle Gießener Seite vorstellte.

Bei der knapp zweistündige Wanderung durch die Reste der Altstadt erfuhr das interessierte Publikum, was es mit der Kröte unter dem Kirchenboden und der Krankheit einer jungen Frau auf sich hatte. Oder das auch heute noch unter dem Kirchplatz, sich das bunt bemalte Grab eines nicht näher identifizierbaren Mannes verbirgt, der ursprünglich im heute nicht mehr vorhanden Kirchenschiff begraben wurde…

Weiter ging es durch eine enge Gasse an deren Ende das Gefängnis, das „Stockhaus“ gestanden hat,..auch hier wieder Geschichten über blutige, öffentliche Hinrichtungen, unter anderem die Mitglieder einer berüchtigten Räuberbande aus Butzbach und Umgebung…

 

Danach folgte dann der Besuch der früheren „Amüsiermeile“ mit diversen Anekdoten zur Kuppelei.

Bei einer weiteren Station, dem Schloß, gab es dann die anschauliche Beschreibung eines “Angstloches“ (schauder) und natürlich wurden auch die studentischen Entgleisungen, die schließlich im Karzer endeten, nicht vergessen.

Alles in allem eine vergnügliche Zeitreise die ich nur weiter empfehlen kann. :o ))

Besuch am Megalith Grab

Ich habe eine Art Kurzurlaub gemacht…wie? Nun, heute war ich bei wunderschönen Herbstwetter, mit Sonne, strahlend blauen Himmel und sanften Wind zu einem Megalith-Grab unterwegs. Es liegt auf einer kleinen Anhöhe, von der aus man einen traumhaften Rundblick über Täler und Hügel hat. Hier mal ein Foto von meinem Ziel:

Megalith Grab

Ich mag diesen Platz. Wenn ich die zentnerschweren Steine sehe, die etliche Kilometer entfernt gebrochen und mit einfachsten Mitteln auf diese Anhöhe geschafft wurden, dann frage ich mich oft, was für ein besondere Mensch hier wohl bestattet wurde. Was hat seine Mitmenschen dazu veranlasst so mühevolle Arbeiten auf sich zu nehmen? Eine Antwort darauf gibt es nicht…aber wenn ich so meinen Gedanken nachhänge, dann weht mich ein bisschen „der Hauch der Geschichte an“ und nimmt kurzerhand die Ärgernisse meines Alltags mit sich.

Ja, ich habe tatsächlichen einen Kurzurlaub gemacht.

:o )